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Der erste vollständige Vollzug der Menschenweihehandlung im
September 1922 war die Geburtsstunde der Christengemeinschaft. Ihr
gingen Vorbereitungen voraus, die durch die selbstlose Hilfe Rudolf
Steiners (1861-1925) ermöglicht wurden.
Die Gründer der Christengemeinschaft, zu denen Friedrich Rittelmeyer
und Emil Bock als maßgebende Persönlichkeiten gehörten,
fanden ihre Fragen nach einer christlichen Erneuerung durch Rudolf
Steiner in zeitgemäßer Form beantwortet. Sie ist von
Anfang an selbständig, ohne jede Bindung an die bestehenden
Kirchen oder ihre Verbände (Ökumene). Sie will in ihrer
Weise dem Christenturm in Kultus und reformatorischer Haltung dienen.
Außer im deutschen Sprachraum bestehen heute Gemeinden in
mehreren europäischen Ländern, der englisch sprechenden
Welt sowie in Südamerika.
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