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ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende.
Vieles, worauf wir vor einem Jahr noch mit Fragen und hoffnungsvoller
Erwartung geblickt haben, ist inzwischen Wirklichkeit geworden
oder bereits wieder Vergangenheit.
Im September hat ein neues erstes Studienjahr begonnen. Achtzehn
Studenten sind zu den fünfzehn, die in das zweite Jahr eingetreten
sind, hinzugekommen.
Die Neuen sind anders
als die Alten vor einem Jahr in ein bereits existierendes
Seminar eingetreten mit schon gebildeten Strukturen, bewährten
Gepflogenheiten und Einrichtungen. Nicht dass nunmehr alles unveränderlich
festgelegt wäre. Aber es ist doch eines, die ersten Fundamente
zu legen und ein anderes, etwas Bestehendes aufzugreifen
und in Gemeinschaft fortzuentwickeln.
Über den Beginn dieses Zusammenwirkens
mit unterschiedlichen Ausgangspunkten können wir uns freuen;
und auch das Miteinanderklarkommen der beiden Jahrgänge
erweist sich als ein lohnendes Feld des menschlichen Lernens und
Wachsens.
So hat jeder Jahrgang seine besonderen Aufgaben und Qualitäten
und prägt das Seminar mit seiner je eigenen Farbe.
Unsere Bibliothek ist mittlerweile in die neuen Räume über
dem Gemeindesaal umgezogen, die wir nach Fertigstellung des Baues
mit Beginn des neuen Semesters beziehen konnten und die wir
auch dringend brauchen. Das Zusammenleben mit der Gemeinde Johanneskirche
intensiviert sich und ist für unser Seminarleben eine große
Bereicherung.
Einen Höhepunkt des zuende gehenden
Jahres stellten die Öffentlichen Festtage des Priesterseminars
vom 20. bis 22. September unter dem Thema Überkonfessionelles
Christentum dar.
Sie waren die Oktave zu der
internen Einweihung des Seminars im September 2001. Viele hundert
Menschen haben diesmal daran teilnehmen können.
Durch die viele Wochen und Monate laufende
Vorbereitung und eine gewaltige Kraftanstrengung aller Mitarbeiter
und Studenten in der Schlussphase wurden schöne Tage der Begegnung
und des Dialogs möglich in vielfältigen Veranstaltungen
im Seminar, in der Gemeinde Johanneskirche und im Audimax der Universität.
Viele Gäste aus aller Welt haben z.T. weite Anreisen in Kauf
genommen, um bei diesem Ereignis dabei zu sein. Dafür
und für den harmonischen Verlauf der Tage sind wir sehr
dankbar.
Die Beiträge in diesem Weihnachtsgruß
können Ihnen einen kleinen Einblick in das Geschehen geben
oder, falls Sie selber teilgenommen haben, Ihre Erinnerung
auffrischen.
Zuletzt erlauben Sie
mir noch eine persönliche Bemerkung: seit dem Sommer ist die
Seminarleitung wieder komplett. Ich wurde von Bremen nach Hamburg
entsandt und arbeite nunmehr zu gleichen Teilen im Seminar und in
der Gemeinde in Blankenese. Über diese neue Aufgabe freue ich
mich ebenso wie über die herzliche Aufnahme durch die
Mitarbeiter, die Studenten und die Gemeinde.
Alles was am Seminar geschieht, ist nur
möglich, weil es Menschen gibt, die sich dafür interessieren,
es für wichtig erachten und es unterstützen, also: weil
es auch Sie gibt. Dieses Interesse und diese Unterstützung
ist uns bewusst, davon fühlen wir uns jeden Tag getragen und
dafür möchten wir Ihnen ganz herzlich danken!
Vieles von dem, was sich am Seminar ereignet,
kann man nicht machen. Man kann nur die Bedingungen
herbeiführen, die die Ereignisse ermöglichen menschliche
Begegnungen, neue Einsichten, Fortschritte. Was dann geschieht,
ist Geschenk.
Auch Weihnachten auf das wir nun
alle gemeinsam zugehen, jeder an seinem Ort können wir
nicht machen.
Vielleicht kann dieser Gruß ein kleiner Beitrag zur Vorbereitung
sein wir wünschen Ihnen jedenfalls eine frohe und
ereignishafte Weihnachtszeit.
Mit herzlichen Grüßen
auch im Namen von Gwendolyn Fischer und Dr. Günther Dellbrügger
sowie aller Mitarbeiter
Ihr
Christward Kröner
Hamburg, im November 2002
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