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Die Wiederkunft Christi im Ätherischen ist mehr als nur eine theologische Vorstellung. Vor allem knüpft sich die Hoffnung daran, den Wiederkommenden selbst einmal zu sehen.
Altarbilder sind eine Art Medium auf diesem Weg. Aber: Fördern sie unsere hier gefragte Wahrnehmung oder stehen sie ihr unter Umständen auch im Weg?
Jede Zeit muss sich neu auseinandersetzen mit ihrem Verhältnis zur Bilderwelt, zumal, wenn diese im Kultus eine so zentrale Rolle spielt. Norbert Schaaf möchte die Gratwanderung bewusst und sogar fruchtbar machen, die uns da zugemutet ist. Goethe kam zum Erleben der Urpflanze gerade angesichts der konkreten Pflanzenformen in einem italienischen Garten. Könnten wir, angesichts der Metamorphose konkreter Antlitze in der Kunstgeschichte, uns einen Sinn erwerben für das Angesicht, für das sichtbar-unsichtbare Urgesicht?
Eine so verstandene Bildbetrachtung wird der Ausgangspunkt sein für weiterführende Fragen.
Norbert Schaaf | geboren 1958 in Altenburg am Hochrhein. Studium der Eurythmie in Wien. Eurythmielehrer in Kassel. Studium an der Freien Hochschule der Christengemeinschaft in Stuttgart. Seit 1991 Pfarrer in Pforzheim. Veröffentlichungen: „mandorla – Expedition in den Zwischenraum“ (2002), „downunder BEUYS – Der Darmstädter Block unterwegs“ (2010)
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