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Das Lebendige ist ein gefährdetes Gut. Dem sich immer weiter beschleunigenden Verbrauch von (Um)Welt stellt sich eine Sehnsucht entgegen, der Welt einen paradiesisch-ursprünglichen Zustand soweit als möglich zu bewahren. Aber ist es mit dem Bewahren allein schon getan?
Genügt es für eine Wende in unserer Beziehung zum Lebewesen Erde, die Ausbeutung der Ressourcen zu verlangsamen und die Vergiftung der Lebensschicht zu vermindern? Nicht nur unser Handeln und Nichthandeln beeinträchtigt das Leben, sondern auch unsere mangelnde Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Welchen Einfluss hat die Struktur unseres Denkens über Lebendiges auf das Leben selbst?
Die Vorlesung zielt darauf, eine religiös motivierte Haltung zur Überlebensfrage der Erde zu finden: Was sind wir der Welt als Menschheit schuldig? Gilt das Ideal eines „ewigen Lebens“ nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Erde? Gibt es einen Weg zurück zu den Ursprüngen oder geht es um unseren Beitrag zu einer neuen Unvergänglichkeit?
Bertolt Hellebrand | geboren 1963. Waldorfschule. Studium der Biologie, Geographie und Chemie in München und Hamburg für das Lehramt am Gymnasium. Priesterseminar der Christengemeinschaft in Stuttgart. Seit 1999 Priester in Köln, dann Frankfurt/Main.
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